Jugend im Dialog: Geschwisterlichkeit als Weg zum Frieden
Vom 6. bis 8. März 2026 fand in Turin im Arsenale della Pace das internationale Treffen „Jugend im Dialog. Geschwisterlichkeit als Band des Friedens“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Dikasterium für den Interreligiösen Dialog gemeinsam mit dem Dikasterium für Laien, Familie und Leben.
In einer Zeit, die von Unsicherheit, Konflikten und wachsender Angst geprägt ist, wurde eines deutlich: Frieden ist kein Selbstläufer. Er braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und insbesondere junge Menschen spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Die rund 80 Teilnehmenden aus ganz Europa machten deutlich, dass interreligiöser Dialog keine abstrakte Idee ist, sondern gelebte Realität im Alltag. Dabei wurde betont: Religiöse Identität ist keine Bedrohung, sondern eine Ressource für das Gemeinwohl. Jugendliche sind nicht nur Teilnehmende, sondern aktive Gestalter*innen – sie initiieren Projekte, führen Gespräche und übernehmen Verantwortung für ein friedliches Miteinander.
Im Zentrum des Treffens stand die Frage, wie Geschwisterlichkeit heute gelebt werden kann. Sie zeigt sich in derkonkreten Haltung: zuhören, Unterschiede anerkennen, sich öffnen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Interreligiöser und interweltanschaulicher Dialog bedeutet dabei auch, sich nicht im Besitz der ganzen Wahrheit zu sehen, sondern gemeinsam auf der Suche zu sein. Andere Religionen werden nicht als Gegensatz, sondern als Partner*innen auf diesem Weg verstanden.
Ein Ort mit Symbolkraft
Das Treffen fand im Arsenale della Pace statt – einem Ort, der ursprünglich für militärische Zwecke gebaut wurde und heute ein Zentrum für Solidarität und Zusammenleben ist.
Kaum ein Ort könnte deutlicher zeigen:
Was einst trennen sollte, kann zu einem Raum des Friedens werden.
Ein zentrales Ergebnis des Treffens war die klare Botschaft: Religion ist nicht das Problem und sie kann Teil der Lösung sein.
Richtig gelebter Glaube hat die Kraft,
- zu entmilitarisieren,
- Demut zu lehren,
- und echten, nachhaltigen Frieden anzustreben
Eine Entscheidung für die Zukunft der Geschwisterlichkeit ist dabei kein naiver Traum, sondern eine notwendige Entscheidung, gerade wenn es schwierig ist.